CORONA - was hat das mit selber Kochen zu tun?

Plötzlich habe auch ich mehr Zeit als sonst, die ich auch dazu nutze, um über diese Viruskrise nachzudenken und was sie mit selber Kochen und mit nachhaltiger klimafreundlicher Ernährung zu tun hat. Es ist meine bescheidene Möglichkeit, mich auf digitale Weise (was bleibt einem noch? Die virtuelle Welt ist in diesen Zeiten wirklich ein Segen!) solidarisch zu verhalten.

 

Die Handlungsempfehlungen sind richtig, aber kommt das Thema Ernährung nicht zu kurz? Meiner Ansicht nach kann man nichts besseres darüberhinaus tun als sich gesund zu ernähren um damit das Immunsystem zu stärken. Vor allem mit viel frischem Gemüse und Obst, Hülsenfrüchten, Getreide und Superfoods (also auf vegetarische oder vegane Weise und möglichst „bio“, regional und saisonal), das man selbst zubereitet. Dann hat das Virus doch viel weniger Chancen in das Meta-System Mensch einzudringen. Man sollte also meinen, e-n-d-l-i-c-h würden die Menschen en masse frische und natürliche Lebensmittel kaufen, aber nein, Klopapier ist alle! Ist echt so. Selbst hier auf dem Land, wo das Infektionsrisiko relativ gering ist. Ich war heute bedarfs- und sozialgerecht einkaufen, beim Gemüse und beim Obst ist alles üppig da, auch die Lagergemüse. Stattdessen sind Konserven und Tiefkühlpizzen ausverkauft und an der Fleischtheke meterlange Schlangen (wie immer, nur schlimmer). Viele meinen anscheinend, gerade (billiges) Industriefleisch würde ihnen besondere Kräfte gegen das Virus verleihen (viel eher ist doch das Gegenteil der Fall).

 

Bleibt zuhause, bleibt ruhig und kocht leckere Gerichte!

Wir erleben ohne Zweifel eine ernste Krisenzeit, die erste in Europa seit den Weltkriegen, die ALLE betrifft. Denn dieses Virus macht nicht vor Ländergrenzen halt und Herkunft, Geschlecht und Vermögenssituation sind ihm völlig schnuppe. Fakt ist: Millionen sind in Zwangsisolation und damit mehr zuhause als sonst (mit den Kindern!), dazu sind Kantinen, Restaurants und Fast Food-Betriebe geschlossen. Man wird also auch ernährungsmäßig ganz unerwartet auf sich selber zurückgeworfen. Was tun? Mein Vorschlag: Dieses Momentum nutzen, um mit Muße selber zu kochen. Selber Kochen ist wirklich ein exzellenter Zeitvertreib: Man ist mit etwas Elementarem beschäftigt, das von den Sorgen ablenkt, zu (hoffentlich leckeren) konkreten Ergebnissen führt, Freude bereitet und satt macht. Und das mit anderen teilbar ist (geht auch mit Mindestabstand). Man kann jetzt die schöne Erfahrung machen, dass Essen zutiefst sozial ist. Auch deshalb scheint mir die Anregung, sich die nächste Zeit aufs Kochen zu fokussieren sinn- und zweckvoll, auch um der für viele ungewohnten Mobilitätseinschränkung positiv entgegenzuwirken. Wir wissen ja noch gar nicht, was diese Zeit mit der Spezies Mensch, die per se ein soziales und mobiles Wesen ist, macht. Dieser einzigartige globale Selbstversuch ist schon auch ganz schön riskant. Da ist es doch ratsam, sich auf wirklich elementare und überlebenswichtige Aktivitäten wie das Kochen zu konzentrieren, die Halt, Identität und Sicherheit geben.

 

Von den Weltkriegen weiß man, dass Ernährung viel mehr ist als Kalorienzufuhr. Wir sind nicht im Krieg, diese Feststellung ist wichtig, sondern „nur“ dabei ein neues Virus in den Griff zu bekommen. Aber es gibt Parallelen, von denen man lernen kann. Denn Krise ist Krise, unabhängig von der Eskalationsstufe (im Verhältnis zu einem Weltkrieg sind wir auf einer ganz niedrigen). Es klingt paradox, aber gerade in Notzeiten ist es umso wichtiger, nicht nur gesund, sondern vor allem mit Liebe schmackhaft und abwechslungsreich zu kochen. Denn gutes, selbst gekochtes Essen stimuliert alle Sinne, beruhigt und hebt die Stimmung, täglich und nachhaltig! Es vermittelt auf elementarste Weise Geborgenheit und Genuss und hilft deshalb diese angespannten Wochen besser zu überstehen. Dieses sich kümmern über das Kochen wirkt überaus antidepressiv, kommunikativ, rückversichernd und stärkt auf einfachste Art die sozialen und emotionalen Bindungen, auch die - bitte nicht vergessen!-, die jede:r mit sich selbst hat (und die außenorientierte Menschen oft vernachlässigen oder vergessen). Also kocht in diesen Wochen so viel Ihr nur könnt! Das Internet ist voll von Abertausenden Rezepten und Ernährungsinformationen, die nur darauf warten entdeckt und ausprobiert zu werden. Auch Gratis-Kochkurse gibt es zuhauf. (n Meinem Kochkiste-Shop auf www.die-geniale-kochkiste.de gibt es auch eine bunte Vielfalt an Rezepten für jeden Gusto). Wer sich speziell für das bestens krisenbewährte Kochkiste-Kochen interessiert, kann sich gerne an mich wenden.

 

Wer nun auch finanziell eingeschränkt ist, tut umso besser daran, jetzt mit einer gesunden und günstigen Ernährungsmethode anzufangen! Als kulturschaffende Solo-Selbstständige arbeite ich schon lange im Homeoffice und bin immer wieder von Existenzängsten geplagt, für mich ist das alles nicht Neues. Krise ist mein Alltag. So sieht es aus. Was sonst oft ein Nachteil ist, ist nun aber unverhofft ein großer Vorteil. Denn deshalb bin ich zum Glück schon eine sehr geübte und kreative „aus-der-Not-eine-Tugend-Macherin“, Krisenmanagerin und überzeugte Downshifterin, „Arm auf hohem Niveau!“ ist dabei mein Motto. Von der Theorie bis zur täglichen Praxis erforsche und entwickle ich seit langem mit Herz und Verstand Mittel und Wege, wie man sich im Alltag gesund, köstlich, natürlich, günstig, bequem, möglichst autonom, einfach und vor allem nachhaltig und klimafreundlich ernähren kann, es ist meine Mission. Mich motiviert dieses dramatische Situation folglich umso mehr, meine Expertise, Erfahrungen und Lösungen weiterzugeben.

 

Im Innersten habe ich gar eine leise, leise Hoffnung, dass diese Pandemie den Beginn einer positiven Verhaltensänderung der Essgewohnten auslösen könnte. Darauf warte ich schon lange! Denn bis jetzt werde ich oft (mit viel Sympathie) belächelt ehrlich gesagt. Man findet meine Aktivitäten, Kochmethoden und Angebote super, interessant, richtig und wichtig, der Funke springt über…und erlischt. Und das macht mich immer wieder ganz schön fertig und traurig. Die häufigsten (Totschlag-)Argumente gegen meine klimafreundlichen Kochmethoden sind:

  • „Keine Zeit!" und/oder "Keine Lust!"
  • „Ich bin zu viel unterwegs.“
  • „Kochen ist mir nicht so wichtig (meint: ich habe Besseres zu tun).“
  • „Vorausschauendes Handeln (also Kochen) passt nicht zu meinem (privilegierten Nach-Lust-und Laune-)Lebensstil.“
  • „Kein Bedarf, es gibt doch so viele bequeme Alternativen.“
  • „Selber Kochen im Alltag ist überholt (gemeint ist: was für Loser).“ 

(Kaum jemand gibt übrigens zu, schon mal gar nicht über die notwendigen Kochkompetenzen zu verfügen.) Tja, was soll man dagegen tun und sagen, wenn das „banale“ regelmäßige selber Kochen zuhause (ohne Publikum!) offensichtlich als narzisstische Kränkung empfunden und mit konsumistischem „Wohlstandstrotz“ und Überlegenheitsgebaren reagiert wird. Und es zeitgemäß so schick ist immer mega-busy zu sein oder zumindest so zu tun als ob. Natürlich liegt es z. B. selten wirklich an der Zeit (Kochkiste-Kochen ist supereffizient), das ist nur eine von vielen Ausreden, sich an oft schlechten aber superbequemen Essgewohnheiten und Verschwendungen festzuklammern, allen Einsichten, Empfehlungen und besserem Wissen zum Trotz. Mein Sohn sagt immer, ich sei eben eine echte Pionierin, meiner Zeit zu weit voraus, und dass es den meisten einfach (noch) viel zu gut geht. Ich weiß nicht, ob er recht hat. Kommt darauf an, wie man „gut gehen“ definiert. Aber ich weiß, dass sich seit Corona etwas verändert: Verunsicherung, Panik und Ängste machen sich breit - bis in die eigenen vier Wände. Das Virus unterbricht die Komfortroutinen und zwingt zu massiven - und erstmal - sehr unangenehmen Verhaltensänderungen. Das Wunder: fast alle machen mit. Ist jetzt also ein Moment gekommen, der es für viele leichter macht, (wieder) öfter selber zu kochen und sich gesünder zu ernähren? Weil die Corona-Krise die Totschlagargumente schlicht aushebelt? Dann hätte sie auch was Gutes und es würde zutreffen, dass „Krise“ immer auch „Chance“ bedeutet. Sie sollte genutzt werden. (Ich brenne geradezu darauf, mein Wissen und Können zu teilen.) Wenn man jedoch das Kaufverhalten beobachtet, dann ist der Leidensdruck leider noch lange nicht hoch genug, aber die Corona-Krise könnte ein kleiner Anfang in Richtung nachhaltige Esskultur und klimafreundlich selber Kochen sein. Man muss immer optimistisch bleiben.

 

Was in Zukunft als zusätzliche Bedrohung hinzukommt ist, dass wir eine immer kränkere Gesellschaft werden. Aufgrund von Streß, Umweltbelastungen, Bewegungsmangel, das Leben in Großstädten auf sehr engem Raum und eben auch, weil immer weniger selber regelmäßig richtig und frisch gekocht wird und immer mehr Menschen sich überwiegend von ungesunden, industriell produzierten und stark verarbeiteten Nahrungsmitteln ernähren (lassen). Vor allem die Alten mit bereits vorhandenen Erkrankungen sind in Corona-Gefahr. Aber viele von ihnen besitzen noch ein starkes Immunsystem und sind unfassbar zäh, weil sie noch einen Großteil ihres Lebens ernährungsmäßig gesünder verbracht haben als die meisten Jüngeren heutzutage seit sie auf der Welt sind. Also zu meinen, weil man jung bzw. noch nicht alt ist, könnte einem dieses Virus nicht anhaben halte ich für einen riskanten Trugschluss. Vor allem im Hinblick auf noch kommende Epidemien. Denn man darf ja nicht vergessen, dass uns immer wieder neue Viren attackieren. Das ist an sich ja auch nichts Neues. Ich muss gerade öfter an die Aids-Epidemie in den 80-igern denken, schon vergessen? Millionen starben bis heute daran, es existiert immer noch und tötet auch immer noch, viele, sehr viele. (Denn noch immer kann man diese Krankheit nicht heilen. Wie soll man da glauben, man würde bald eine wirksame Impfung gegen Corona haben und dieses Virus heilen können?) Aids hat das Sexualverhalten nachhaltig verändert, geschützter Sex ist seither Standard (wo nicht, grassiert es weiter). Hat Corona eine ähnliche Wucht und Auswirkung? Social Distancing als neue Grund-und Dauer-Verhaltensregel? (Horror-Vorstellung. Aber die Tendenz geht ja sowieso in Richtung Leben in der virtuellen Welt.) Niemand kann das aktuell wissen und es wird noch lange dauern, bis man die Risikogruppen dieses neuen Corona-Virus genauer kennt. Falls man in diese Richtung forschen wird, wäre es nicht verwunderlich, wenn auch solche dazugehören, die sich von einem natürlichen und nachhaltigen Lebens- und Ernährungsstil schon sehr weit entfernt haben, egal wie jung sie sind. Es wird zukünftig meiner Befürchtung nach immer mehr jüngere Menschen bei neuen oder alten epidemisch auftretenden Krankheiten treffen, solange sich nichts Grundlegendes an den modernen krankmachenden Ernährungsgewohnheiten ändert, die von der rein profitorientierten Agro- und Ernährungsindustrie gepusht werden.

 

Eine zukunftsfähige nachhaltige Esskultur kann das Thema Klimawandel nicht ausklammern, da sie vom ökosozial fairen Anbau bis zur umweltschonenden Entsorgung reicht. In diesem Kontext ist es außerordentlich erstaunlich, dass man bei Corona auf eine kleine Handvoll superspezialisierter Wissenschaftler (ist eine Frau dabei?) hört und deren Handlungsempfehlungen mit erstaunlicher Konsequenz umsetzt. Manche sehen gar bereits eine „Expertokratie“ im Entstehen. Das muss man wahrlich nicht befürchten, denn beim großen Diskurs „Klimawandel“ letztes Jahr war (und ist) man nicht Willens, auch nur ansatzweise den dringenden Handlungsempfehlungen von tausenden Wissenschaftler:innen zu folgen. Wie kommt das? Zuallererst ist es eine Frage der Geschwindigkeit, das Corona-Virus breitet sich rasant aus, der Klimawandel dagegen kommt (vergleichsweise) ganz langsam und schleichend daher. Für das Gros der Menschen in den reichen Ländern ist er noch ganz weit weg. Eine weitere Erklärung ist die Anzahl von Experten. Es ist ein großer Vorteil für zeitnahe Meinungsbildungen und Handlungsoffensiven, dass es nur wenige Virus-Spezialisten gibt, die sich zudem in den Hauptpunkten sehr einig sind. Heute morgen habe ich sinngemäß in einem Tweet gelesen, den Jungen sei Corona egal, da sie kaum betroffen sind (Stichwort „Corona-Party“), den Alten dagegen das Klima, da sie die Konsequenzen des Klimawandel nicht mehr erleben werden. Simple Erklärung, aber da ist was dran. Denn was gerade passiert, entscheiden durchweg ältere bis alte Menschen (Männer). Noch ein Grund ist, dass obwohl das Virus im Gegensatz zu den Auswirkungen der Klimawandels völlig unsichtbar ist, es trotzdem leichter zu begreifen ist.

 

Die meisten haben schnell gelernt und begriffen, dass Virologie viel mit einfach berechenbarer Mathematik zu tun hat (Stichwort exponentielles Wachstum). Klimawandel ist wissenschaftlich wesentlich komplexer, komplizierter (alles hängt mit allem zusammen), interdisziplinärer und viel, viel schwieriger - also für die wenigsten nachvollziehbar - zu berechnen. Viele klimatischen Phänomene lassen sich noch gar nicht berechnen, es gibt Unklarheiten und Widersprüche. Die wiederum führen zu Zweifeln und Skepsis und fördern somit ebenfalls eine abwartende Haltung. Außerdem stellt der Klimawandel die gefährliche Systemfrage, ob unser kapitalistisches globales Wirtschaftssystem, das auf endlosem Wachstum und grenzenloser Verschwendung basiert, nicht am besten sofort abgeschafft werden müsste. Eine Epidemie stellt diese Frage nicht und es gibt nur einen Feind - Corona ist in jeder Hinsicht einfacher und überschaubarer zu handeln. Es ist leicht und schnell nachvollziehbar (was sind 1- 2 Wochen Verzug im Verhältnis zu den mittel- bis langfristigen Folgen des Klimawandels), ob die Kurve flacher wird oder nicht. Das können wir jeden Tag checken und das ist auch spannend und aufregend, „Angst- und Dramalust“ machen sich breit. Überdies werden die Verbote und massiven Einschränkungen auf breiter Ebene überall akzeptiert, weil es eben jede:n treffen kann, nicht nur Arme und Randgruppen. Man spricht bereits auch von „Autoritätslust“, das ist wirklich außerordentlich bemerkenswert. Und das motiviert die Verantwortlichen natürlich dieses Problem stringent zu lösen, weil man die Mehrheit der Bevölkerung sicher hinter sich weiß, was beim Klimawandel, wenn es um die eigene Komfortzone geht, nicht der Fall ist. Man kann sich als Politiker:in bei aller aufrichtiger Betroffenheit positiv in Szene setzen (das tut manchen mal richtig gut hat man den Eindruck), ohne wie beim Thema Klimawandel ständig kritisiert, angegriffen und bloßgestellt zu werden (und das von jungen Leuten!), ohne Wählerverluste befürchten zu müssen und die eigene politische Zukunft zu gefährden. Eine schöne Zeit für sie (solange Aussicht auf Erfolg besteht und die Stimmung nicht kippt), man kann es nicht anders sagen.

 

Unterschwellig stellt sich aber auch eine Systemfrage, nämlich die, wer das Virus schneller und nachhaltiger in den Griff bekommt: Westliche Demokratien oder autoritäre Staaten wie China und Südkorea? Ein Wettlauf hat begonnen und immer deutlicher wird das eigene System als überlegen dargestellt und das andere beschuldigt („China-Virus“ vs. vorsätzlich von USA eingeschleppt etc.). Beiden ist gemeinsam, dass sie das zugrunde liegende System Kapitalismus nicht angreifen, alle können also bedenkenlos bei diesem „Kampf der Systeme“ mitmachen. Die demokratischen Regierungen legen sich ins Zeug wie nie, denn wir lernen und erfahren ja immer mehr, dass der Kapitalismus die Demokratie überhaupt nicht braucht. Vielleicht ist das der eigentliche Kampf, der da stattfindet und sich rasant verselbständigt, weil jeder der Sieger sein möchte? Denn bei allem Krisen-Verständnis fragt man sich doch zunehmend, ob das alles noch verhältnismäßig ist, wenn man an die langfristigen und unberechenbaren sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Isolationen denkt (das sind keine asozialen Gedanken). Wenn man es so betrachtet, ja. Denn es scheint, die Sieger der Corona-Krise werden das zukünftige Weltgeschehen dominieren und nach der Krise enorm wirtschaftlich davon profitieren.

 

Auf alle Fälle, der totale Shutdown steht bevor und ich bin ich dafür. Seit ich von einem der namhaften Virologen erfahren habe, dass das Virus erledigt wäre, wenn alle für 2 Wochen ohne soziale Kontakte blieben. Schluss. Ende. Aus. Und. Vorbei. Also je schneller wir das umsetzen, desto besser. Macht mit und macht das Beste draus! 

 

Viele finden, dass sich die Pandemie wenigstens positiv auf das Klima auswirkt, weil Mensch einfach mal nicht so viel unterwegs sein kann. Sollte man meinen. Sie sorgt in der Tat kurzfristig für bessere Luft und weniger CO2-Verbrauch. Aber unsere Erfolgssysteme Kapitalismus und Globalisierung können nicht lange und schon gar nicht auf Dauer auf weltweite Mobilität und Warenaustausch funktionieren. Es ist zu befürchten, dass der Einspareffekt letztendlich kontraproduktiv wirkt. Wenn wieder „business as usual“ herrscht, wird man das Versäumte so schnell wie möglich nachholen wollen. Vielleicht führen die Verzichterfahrungen sogar dazu, dass anschließend noch rücksichtsloser produziert, konsumiert und gereist wird, so Endzeitstimmung mäßig, alles noch mitnehmen wollen, nach mir die Sintflut…!!

 

Wenig Grund für Optimismus diese Tage, ich koche mir jetzt was richtig Leckeres! Handgeschabte Spätzle, Sahnesauce mit selbst gesammelten und getrockneten Steinpilzen und dazu ein Salat mit vielen vitalisierenden Wildkräutern aus dem Garten. Schon das Aufschrieben und dran Denken tut mir das gut tut :) .

Zeit für Comfort-Food. In diesem Sinne:

Bleibt gesund, bleibt zuhause, bleibt ruhig und kocht gesund, lecker und wenn möglich klimafreundlich!

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© Büro für Nachhaltige Esskultur 2020 - Irene Wild M.A.

 

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